Seinen Namen verdankt der 82.000 Einwohner zählende Kreis dem kleinsten Mittelgebirge Europas – dem Kyffhäusergebirge mit dem Kyffhäuserdenkmal, seinem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Wahrzeichen. Das Kyffhäusergebirge, südlich des Harzes gelegen, beeindruckt nicht nur mit einer geologischen und botanischen Vielfalt, sondern auch durch seine kulturhistorische Bedeutung. Von der Reichsburg Kyffhausen, einst eine der größten Burgen des Mittelalters, sind heute noch sehenswerte Ruinen und der tiefste Burgbrunnen der Welt erhalten geblieben. In diesem Gebirge ruht der Sage nach der bedeutende deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa.
Darüber hinaus war die Region Schauplatz der letzten großen Schlachten im Deutschen Bauernkrieg im Jahre 1525. Von den damaligen Ereignissen um Bad Frankenhausen zeugt heute das größte Rundgemälde Deutschlands.
Die Kreisstadt Sondershausen mit seinen ca. 24.000 Einwohnern ist über die Landesgrenzen als Bergbau- sowie auch als traditionelle Musikstadt bekannt. Der Kyffhäuserkreis war mit seinen Standorten Sondershausen und Roßleben bis zum politischen Umbruch in der DDR vom Kalibergbau geprägt. Nach der Wiedervereinigung sind hier tausende Arbeitsplätze durch Bergwerksschließungen verloren gegangen. Da nunmehr das Kalisalz auf dem Weltmarkt wieder gefragt ist, gibt es die Chance auf einen Neuanfang in diesem Bereich. Da hiermit neue Perspektiven für die Menschen in der Region erschlossen werden können, muss die Wiederaufnahme sowohl politisch als auch wirtschaftlich oberste Priorität haben.
























